Gimbal statt Stativ für die DSLR-Kamera?

Written by Markus on April 27, 2018 in Allgemein Tips

Heute werden DSLR-Kameras (Spiegelreflexkameras) und DSLM-Kameras (spiegellose Kameras) nicht mehr nur für Fotos verwendet. Da sie mit entsprechenden Funktionen ausgestattet sind, verwenden sie viele Benutzer auch zum Erstellen von Videos. Dann ist aber ein Stativ meist nicht wirklich geeignet. Abhilfe schafft hier ein entsprechendes Gimbal.

Darauf sollte man beim Kauf eines Gimbals für die Kamera achten

• Gerade bei der Verwendung mit DSLR- oder DSLM-Kameras und Camcordern muss man darauf achten, dass der Gimbal für ein entsprechendes Gewicht ausgelegt ist. Hier sind die Unterschiede recht groß. Das zulässige Gewicht kann je nach Gimbal zwischen 125 bis 650 g (z. B. beim Zhiyun Crane M) und 500 bis 3.600 g (beim DJI Ronin M) liegen.
• Für den Nutzungskomfort ist das Gewicht des Gimbals ohne Kamera und Akku interessant. Hier gibt es einen klaren Zusammenhang. Gimbals für leichte Kameras wiegen auch selber weniger als solche für schwere Geräte. Die Spanne liegt hier zwischen 740 g (Zhiyun Crane M) und 2.300 g (DJI Ronin M).
• Die meisten Gimbals kann man sowohl ein- als auch zweihändig verwenden. Allerdings macht die einhändige Verwendung eigentlich nur bei leichten Kameras Sinn.
• Welche Laufzeit hat der Akku? Wie lange braucht er zum Aufladen? Wie viele Akkus sind im Lieferumfang des Gimbals enthalten? Da die Akkuladezeiten mehrere Stunden betragen, sind dies durchaus wichtige Fragen.
• Hat der Gimbal einen Kalibrierungsmodus, der das Gewicht der Kamera erkennt? Dann kann er die Motorenleistung entsprechend steuern und bei leichteren Geräten den Stromverbrauch reduzieren. Das erhöht die Akku-Laufzeit.
• Der maximale Winkel in der Schwenkachse beträgt fast immer 360°. Die Winkel der Roll- und Neigungsachse können aber kleiner sein. Diese Winkel sind bei Gimbals eingeschränkt, die größere Gewichte tragen können. Hier muss der Benutzer sich überlegen, was er wirklich braucht.
• Schön ist es, wenn der Gimbal zusätzliche Gewindeanschlüsse für Zubehör wie beispielsweise Mikrofon oder zusätzliche Beleuchtung.
• Gummierte Handgriffe sorgen dafür, dass der Gimbal auch bei längerem Gebrauch sicher in der Hand liegt.
• Sicher nicht ganz unwichtig ist zum Schluss natürlich auch der Preis. Er kann zwischen 400 € und 1.600 € betragen.
Dinge wie ein Transportkoffer, ein Micro-USB-Kabel, Steuerungskabel für Verschiedene führende Kameratypen und ein Dreibeinstativ sind Standard-Zubehör.